Hinweise zur Expedition


Hygiene


Körperpflege:

Wie auch in der Zivilisation sollte man darauf achten den Körper sauber zu halten. Dazu zählt, dass man seinen Körper, regelmäßig inspiziert, reinigt, gegebenenfalls behandelt und pflegt. Die Reinigung der Fingernägel und das Kurzschneiden der Zehennägel sollte man nicht vergessen.
Hilfreich für die Körperpflege sind die biologisch abbaubare Outdoorseife, Zahncreme für die Mundhygiene, Ringelblumensalbe zur Hautpflege und Toilettenpapier. Ein gelegentliches Sonnenbad entspannt und spendet Wärme.

Allgemeine Regeln:

Auch die Kleidung sollte dann und wann gereinigt werden, dabei hilft es schon die Garderobe auszuschütteln und in die Sonne zu hängen.
Man muss nicht abbaubaren Müll wieder mitnehmen und das Waschwasser sollte man nicht in einen Fluss entleeren.
Als Toilette dient ein in mindestens 5m Abstand zum nächsten Gewässer gegrabenes Loch.
Bei der Feuerstelle sollte man darauf achten, dass sie nicht unbeaufsichtigt bleibt und vor dem Verlassen des Zeltplatzes mit Erde bedeckt wird.

Wasserreinigung:

Mit dem Wasser können viele Krankheiten übertragen werden, deshalb ist eine ausreichende Wasserqualität von großer Bedeutung.
Wasser aus fließenden Gewässern ist wegen des höheren Sauerstoffgehaltes meist besser als aus stehenden Tümpeln. Nimmt man einen schleimig Stein aus dem Bach, ist das Wasser nicht zum trinken geeignet.
Um das Wasser trinkbar zu machen, kann man sich verschiedener Methoden bedienen:
Abkochen hilft gegen Bakterien. Dies funktioniert aber nicht bei Höhen über 1000m, da dort das Wasser durch den niedrigeren Luftdruck keine 100°C mehr erreicht.
Reinigung mit Wasseraufbereitungstabletten (z.B. Micropur und Certisil) hilft gegen Bakterien und Amöben und wirkt schnell und lang anhaltend.
Mechanische Filter eliminieren Schwebstoffe, Bakterien, Pilze, Amöben und Würmer und unter Umständen auch chemische Verschmutzungen.

Gesundheit:

kleine Verletzungen richtig behandeln
Grundsätzlich gilt, dass man in der Natur auch kleinen Verletzungen desinfizieren und abdecken sollte.
Zur Vorbeugung vor Blasen ist es ratsam, Socken anzuziehen, die die Feuchtigkeit aufnehmen und weg vom Fuß transportieren. Auch gut passende Schuhe sind wichtig. Bei langen Marschpausen sollte man Schuhe und Socken ausziehen und die Füße an der Luft trocknen lassen. Hat man sich eine Blase gelaufen, helfen spezielle Blasenpflaster.

Impfvorschriften:

Es gelten keine speziellen Impfvorschriften für die Reise nach Georgien. Generell sollt man jedoch gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A geimpft sein.
Außerdem sind Impfungen gegen Typhus, Hepatitis B und Tollwut zu erwägen.


Xeranthemum annuum

Krankheiten in Georgien

Tollwut:

Es besteht landesweit, auch in Tbilissi, vor allem durch streunende Hunde ein hohes Risiko für die Übertragung durch einen Biss. Bei entsprechenden Kontakten sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Darminfektionen:

Das Risiko für Durchfallerkrankungen durch Parasiten, Bakterien und Viren besteht landesweit. Bei einer Infektion helfen Kohletabletten und stopfende Nahrung (Bananen und Schokolade). Ist die Erkrankung nach 5 Tagen noch nicht auskuriert oder treten zusätzlich Übelkeit, Erbrechen und Fieber auf, sollte man einen Arzt aufsuchen. Um den Elektrolyt- und Wasserverlust auszugleichen, ist es notwendig viel zu trinken.

Borreliose:

Diese Krankheit wird durch die landesweit vorkommenden Zecken von April bis Oktober übertragen. Der beste Schutz ist hautbedeckende Kleidung. Auch Anti-Zecken-Mittel dienen zur Vorbeugung und nach einer Wanderung sollte man den Körper gründlich absuchen. Wenn sich doch einen Zecke festgesaugt hat, ist sie so schnell wie möglich mit einer spitzen Pinzette oder den Fingernägeln zu entfernen.

Vincetoxicum scandens


Ernährung

klein, leicht, nahrhaft!

Bei einer längeren Wanderung oder Exkursion muss man den optimalen Kompromiss zwischen Geschmack, Gewicht und Platzbedarf, Haltbarkeit, Aufwand der Zubereitung und den enthaltenen Nährstoffen finden. Hier nun eine kurze Auflistung der u.a. dafür geeigneten Lebensmittel:

Trockenfleisch, Dosenbrot, Erdnüsse, Früchtemüsli, Kartoffelpüree, Milchreis und Grießbrei, Nudeln und Reis, Nutella, Puddingpulver, Schokolade, Trockenmilch, Trockenobst, Tütensuppen

Nahrungsmittelhygiene:

Man sollte bei Eiswürfeln und „offenen“, nicht industriell verschlossenen Getränken vorsichtig sein. Weiterhin sind ungekochte oder frische Milch und frische Fruchtsäfte zu meiden. Bedenkenlos sind frisch gekochter Tee und Kaffee, Mineralwasser oder Limonaden aus industriell verschlossenen Flaschen und Alkohol.
Nahrungsmittel sollte man nicht an Straßenständen kaufen. Unbedenklich sind frisch gekochtes Gemüse, frisch geschältes Obst und durchgebratenes Fleisch. Gefährlich können rohes Fleisch, roher Fisch und Meeresfrüchte, Salate, Milchprodukte, Tiefkühlkost und Speiseeis sein.
Grundsätzlich gilt: kochen, braten, schälen oder vermeiden!

Literatur

Nehberg, Rüdiger (2003): Survival-Lexikon, Piper Verlag GmbH, München
Outdoor 06/2003: 82-87: Mein wunderbarer Waschsalon, Sport und Freizeit Verlag GmbH & Co. KG

www.abenteuer-outdoor.de www.adventurenetwork.com
www.auswaertiges-amt.de www.fit-for-travel.de
www.survival-abenteuer.de www.tk-online.de
www.travelmed.de www.zdf.de