| Sommer 1990: | Unabhängigkeitserklärung Georgiens durch das Parlament | |
| April 1991: | offizielle Unabhängigkeitserklärung | |
| Januar 1991-Juni 1992: | Bürgerkrieg in Südossetien: 800 Tote, das autonome Gebiet wird seitdem von Russland kontrolliert, die Zentralregierung hat keinen Einfluß | |
| September 1991- Mai 1993: | bewaffnete Kämpfe zwischen paramilitärischen Milizen verschiedener Politiker um die Macht in Georgien (Kitowani, Gamsachurdia, Schewardnadse, Iosseliani) | |
| August 1992-1993: | Bürgerkrieg in Abchasien: die Separatisten gewinnen mit der massiven Unterstützung Russlands und einiger tschetschenischer Freischärler, Vertreibung von ca. 300.000 Georgiern, seitdem ungeklärter Status der Region. | |
| Mai 1994: | Waffenstillstand zwischen Abchasien und Restgeorgien, GUS-Truppen sichern Demarkationslinie, seitdem keine Kämpfe mehr | |
| 2. November 2003: | getürkte Parlamentswahlen: Die Opposition fordert von Präsident Schewardnadse eine Wiederholung der Wahlen. Es kommt zu Strassenprotesten von Anhängern der Opposition in Tiflis. | |
| 23. November 2003: | Rücktritt E. Schewardnadses | |
| 05. Januar 2004: | Michaili Saakaschwili wird mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten Georgiens gewählt. | |
| 06. Mai 2004: | Flucht des vormaligen Herrschers von Adscharien, Abaschidse. Der Zentralstaat übernimmt die Kontrolle von Adscharien. | |
| 20. Juni 2004: | Neuwahlen in Adscharien |
Der ossetisch-georgische Konflikt: Die Osseten sind ein indoeuropäisches Volk mit einer Sprache, welche dem Iranisch nahe steht. Sie sind aufgetrennt in Nord- und Südossetien. Zu Ende der Sowjetzeit wohnten in Südossetien etwa 65.000 Osseten, 29.000 Georgier, sowie wenige Russen und Armenier. Etwa 100.000 Osseten wohnten in anderen Teilen Georgiens. Nach den Jahren des Bürgerkrieges waren alle Osseten aus "Restgeorgien" und alle Georgier aus Südossetien ausgewandert oder vertrieben worden. Seit Mitte der 90er existiert ein gegenseitiges Gewaltverzichtsabkommen, welches unter Aufsicht der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) zustande kam und ein Ende der militärischen Konfrontation einleitete. Schwarzmarkt und Schmuggel spielen heute eine zentrale Rolle im Gebiet, welches sich außerhalb der Kontrolle des Zentralstaats befindet. |
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Der georgisch-abchasische Konflikt: Abchasien war vormals eine wichtige Tourismusregion welche außer von den Abchasen, einem muslimischen, nordkaukasischen Volk, auch von Georgiern, Armeniern, Russen, Balten, Griechen und anderen Ethnien bewohnt wurde. Von der Gesamtbevölkerung zur Ende der Sowjetzeit, etwa 525.000, stellten die Abchasen nur etwa 93.000 Einwohner. Heute besteht die Bevölkerung nur noch aus etwa 90.000 Abchasen. Der Abchasien-Konflikt wird von Russland genutzt um Georgien unter Druck zu setzen und die Handlungsfähigkeit des Zentralstaats zu schwächen. So konnte die regionale Großmacht den Verbleib von Militärbasen erzwingen. Russland will verhindern, dass NATO-Truppen in Georgien stationiert werden um seinen Einflußbereich zu sichern. Gleichzeitig will es erreichen, dass es nicht zur Neugründungen von Staaten kommt, da dies im nördlichen Kaukasus ebenfalls zu separatistischen Aufständen führen könnte. Abchasien hat keine Chance auf internationale Anerkennung. Als rechtsfreie Zone schadet das Gebiet der Zentralgewalt, da es zu einem Anwachsen von Wirtschaftskriminalität (Schmuggel!) kommt. |
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Der georgisch-adscharische Konflikt: Die Adscharen sind ethnische Georgier, welche seit dem 17. Jahrhundert zum Islam konvertierten. Die Region besitzt 380.000 Bewohner, die Hauptstadt ist Batumi am Schwarzen Meer. Der Familienclan von Präsident Aslan Abaschidse hielt bis vor kurzem alle Macht inne. Die Region strebte keine Sezession, sondern weitgehende Autonomie an. |
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Literatur/ weitere Informationsquellen im Netz: Diehl, E., J. Faulenbach, et al. (2003). Informationen zur politischen Bildung aktuell: Kaukasus-Region. Bundeszentrale für Politische Bildung.Radio Free Europe/ Radio Liberty Caucasus Report: www.rferl.org amnesty international Deutschland: www.amnesty.de Georgien Nachrichten: www.georgien-nachrichten.de |